Naturkunde

«Im Winter schläft die Natur.» Wer diesem Satz Glauben schenkt, hat seine warme Stube wohl seit dem ersten Schnee nicht mehr verlassen. Denn auch in der kalten Jahreszeit lassen sich spannende Beobachtungen machen. Also, such deine warmen Handschuhe und den Mantel hervor und geniesse einen Spaziergang durch den verschneiten Winterwald!

Kannst du mir sagen, welche Tiere hier vorbeikamen?

Spuren im WinterAuflösung hier

Hättest du gewusst, ...

  • dass Bäume, die in einem «alphornartigen» Bogen aus dem Boden wachsen, auf einen abrutschenden Hang hinweisen?
  • dass Laubbäume im Herbst ihre Blätter abwerfen, weil sie sonst im Winter austrocknen würden? Durch die Poren in den Blättern entweicht nämlich Feuchtigkeit, die der Baum im Winter aus dem gefrorenen Boden nicht ersetzen kann.
  • dass Hirsche und Steinböcke nie gemeinsam vorkommen? Man kann unsere Alpen tatsächlich in Hirsch- und Steinbocktäler aufteilen.
  • dass die Blätter im Herbst vor dem Abfallen ihre Farbe ändern, weil der Baum das Chlorophyll in seine Wurzeln zurückzieht? Chlorophyll ist jener Stoff, der für die grüne Farbe der Blätter verantwortlich ist und bei der Photosynthese eine wichtige Rolle spielt.
  • dass ein Hirschgeweih jeden Frühling abgeworfen wird und bis zur Brunftzeit im Herbst nachwächst?
  • dass die faserigen Flechten an den Bäumen, die wie graue Bärte aussehen, ein Anzeichen für eine gute Luftqualität sind?
  • dass grüne Pflanzen, die bei Licht Kohlendioxid (CO2) aus der Luft aufnehmen und in Sauerstoff (O2) umwandeln, in der Dunkelheit genauso wie der Mensch den Sauerstoff aus der Luft verbrauchen und Kohlendioxid ausatmen?

Nadelbäume im Winter

Während die Laubbäume in der starren Kälte einen toten Eindruck machen, zeigen die Nadelhölzer noch immer ihre volle Pracht. Die folgenden Tipps machen es dir leicht, die häufigsten Nadelbäume in unseren Wäldern zu unterscheiden.

WeisstanneWeisstanne

Die Weisstanne oder schlicht Tanne fällt durch ihre weisslich-silberne Rinde auf. Ihre Nadeln sind breit, flach und auf der Unterseite weiss. Sie wachsen in zwei waagrechten Reihen am Zweig. Die Tannzapfen stehen auf den Ästen und zerfallen am Baum.

ArveFöhre

Die Föhre oder Kiefer erkennst du leicht an den langen Nadeln, die immer paarweise angeordnet sind. Ihre Zapfen haben die Form eines Eis, und die Baumrinde weist tiefe Furchen auf. Ganz typisch erkennst du auch, dass die Äste nur an ihren jungen, äusseren Teilen Nadeln tragen.

FöhreArve

Die Nadeln der Arve wachsen jeweils zu fünft in einem Büschel. Sie sind lang und weich. Die kleinen Nüsschen, die aus den reifen Zapfen fallen, kannst du essen.

RottanneRottanne

Die Rottanne wird auch Fichte genannt. Ihre kurzen, harten und spitzigen Nadeln wachsen rund um den Ast. Die Zapfen hängen und fallen als Ganzes ab.

LärcheLärche

Die Lärche, nicht zu verwechseln mit der Lerche (dem Vogel), besitzt weiche, kurze Nädelchen, die in Büscheln aus harzigen Noppen wachsen. Als einzige der Nadelbäume verliert sie im Herbst ihre Nadeln. Diese färben sich gelb und fallen ab.

Kobold

Lösung des Spurrätsels

  1. Hase
  2. Fuchs
  3. Eichhörnchen
  4. Katze
  5. Dachs
  6. Krähe
  7. Reh
  8. Maus