Mit Vollgas zum Maxnix
Herbstlager 2004
Die beiden Wolfsstufen der Pfadi Lachen und der Obermarch erlebten auf dem Planet «Maxnix» ein abenteuerreiches Herbstlager. Gut 34 Kinder und 15 Leiterinnen und Leiter verbrachten eine wirklich spannende Lagerwoche im hundertjährigen Beguttenalp-Haus in Obererlinsbach AG. Zusammen mit «Upps», einer Kinderbuchfigur, lernten die Wölfe spielerisch, wie man sich in den verschiedensten Alltagssituationen benimmt. Die Leiterinnen und Leiter hoffen immer noch, dass die Eltern daheim von diesem neu erlernten Anstand auch etwas mitbekommen haben...
Upps vom Mars
Am Samstag begann dann schon am Bahnhof in Buttikon und Lachen das grosse Weltraum-Abenteuer: Kurlig verkleidete Leiterinnen und Leiter begrüssten die Lagerteilnehmer, die sich mit farbigen Papierröckchen für die lange Reise und den Empfang auf dem fremden Planeten Maxnix kleideten. Schliesslich wollten wir in der Fremde ja gleich zu Beginn einen guten Eindruck machen. So wurde als erste Handlung auf dem Planet die neue Umgebung ausgekundschaftet. Ein 100-jähriges Haus auf der Beguttenalp in Obererlinsbach bot allerlei kleinere und grössere Attraktionen. Ziemlich schnell entdeckten die Teilnehmer, dass das kleine Glöcklein im Turm läutet, wenn man an der weissen Schnur auf der Veranda zieht... Resultat: Es bimmelte rund eine halbe Stunde lang ununterbrochen, denn es wollte jeder mal ein Glöckner sein.
Am Sonntag richteten wir dann die grosszügigen Räume dann ganz dem Lagermotto «Mit Vollgas zum Maxnix» entsprechend mit Bildern von Planeten und «Aliens» ein. Auch ein Lagertor zierte die Zufahrt und eine Hollywood-Schaukel aus Blachen wurde auf der Veranda erstellt.
Am Nachmittag brauchte unser Freund «Upps» die Hilfe der Lagerbesucher. Die Bevölkerung des Mars wurde von bösen Space-Piraten (Leiterteam) gefangen genommen und konnte nur mittels Lebenspunkten, die an den Piraten vorbeigeschmuggelt werden mussten, erlöst werden. Das spannende und auch sehr anstrengende Game trieb dann am Abend bald auch die muntersten Wölfe ins Bett. Schliesslich musste man doch die Stunden, die man in der ersten Nacht an einem fremden Ort wach gelegen hatte, nachholen.
Tageswanderung und Wettkampf
Der Montag stand dann im Zeichen der Erkundung. Eine Tageswanderung führte die Wolfsmeute in die verschiedensten Winkel der Galaxie rund um Maxnix. So ein Spacetrip verlangte viel körperlichen Einsatz und alle Beteiligten waren recht froh, nach der schaumigen und seeeehr lustigen Duschparty ins Bett fallen zu dürfen.
Etwas weniger anstrengend gestaltete sich das Programm am Dienstag. Wir bastelten bunte Planeten für die Uniform, setzten Mobiles mit in der Nacht leuchtenden Sternen zusammen und Bilder von «Upps» gemalt. Sportlich wurde erst wieder der Nachmittag. Ein Frisbee-Wettkampf verlangte nicht nur Geschick und Ausdauer, sondern war auch lustig mitzuerleben, da es doch nicht so ganz einfach war, die fliegenden Untertassen in die gewünschte Richtung zu steuern. Lustige Lieder und die allabendliche Gute-Nacht-Geschichte liessen den Tag ausklingen. Manch ein Wolf kam auch an diesem Abend nur noch die Hälfte der Geschichte mit, da die schweren Augen von alleine plötzlich zufielen.
Pfaditechnik und Nachtübung
Der Mittwoch stand vor der Türe. Schon bald einmal nach dem Morgenessen kämpften wir gegeneinander um Buchstaben, die zu einem bestimmten Wort zusammengesetzt wurde. In einem Geländespiel mussten wir grosse Buchstaben zusammenrauben. Etwas Pfadiluft schnupperten wir dann am Nachmittag, als wir uns im Morsen, Telefonbuch- und Fahrplanlesen, Samariterkunde und Zeltbau mit Blachen übten.
Abenteuerlich gestaltete sich dann auch die Nachtübung. Nach zwei Stunden Schlaf standen die Wölfe doch ziemlich «verchrugelet» auf und machten sich in ihren Meuten auf den Weg durch den Wald zu einem grossen Feuer. Posten wie Kerzenlauf oder blind einem gespannten Seil folgen, galt es in dieser Nacht zu bewältigen. Und das war nicht immer so einfach, wie es bei der Kameradin aussah. Es waren dann doch alle Kinder recht froh, als sie zum grossen Feuer am Ende des Postenlaufs ankamen, sich dort mit einem Tee aufwärmen könnten und anschliessend wieder in die Schlafsäcke kriechen konnten.
Der Donnerstag versprach nach dem Ausschlafen und einem Brunch besondere körperliche Ertüchtigung. Auf dem Planet Olympus fanden gerade die intergalaktischen Olympischen Spiele statt, und so entschied das Leiterteam, einen Zwischenstopp auf diesem Planeten zu machen. Wir massen uns im Weltraumwurm-Dehnen (Seilziehen), durchlebten eine Space-Piloten-Ausbildung (Seilbahnfahrt) oder zeigten unser Können im Planetenfangen (Apfeltauchen). Die verschiedenen Wolfsrudel mussten sich zudem dem ausserirdischen Publikum in einer witzigen Produktion vorstellen.
Am Abend versammelte man sich um die grosse Feuerstelle vor dem Haus und genoss das simple Lagerleben. Die neuen Wölfe legten zudem ihr Wolfsversprechen ab. Sie versprachen, sich Mühe zu geben, ihr Bestes zu tun und beim Programm eifrig mitzumachen. Mit sehr lautem Wolfsgeheul ging auch dieser Abend zu Ende.
Wer am besten mit Leuten verhandeln konnte, zeigte sich am Freitagmorgen. Es galt, in der Stadt Aarau eine Kokosnuss gegen ein möglichst grosses anderes Objekt zu tauschen. So entstand ein lebendiger Tauschhandel. Statt fünf Kokosnüssen brachten wir einen Pflanzenstock, diverse Produkte für die Haare und ein Märchenbuch ins Lagerhaus zurück. Für diese guten Leistungen winkte als Belohnung ein Besuch im Hallenbad. Geschlagene drei Stunden konnten wir allen Übermut noch einmal richtig rauslassen. Die Leiter unter das Wasser zu drücken schien den Wölfen am besten zu gefallen, wie das geschlauchte Leiterteam merken musste. Es ist halt schon ein grosser Kraftakt, zehn Kinder an sich hangen zu haben... Die Wölfe sowie die halbtoten Leiterinnen und Leiter machten sich, auf jeden Fall ziemlich müde, auf den Heimweg.
Schon wieder etwas munterer verspies man dann am bunten Abschlussabend die verschiedenen farbigen Speisen. Teilnehmer und Leiter zeigten gespielte Witze und veralberten sich gegenseitig.
Putzen und Wandern war dann am letzten Tag im Lagerhaus angesagt. Denn bevor wir uns müde die Hand zum Abschied reichten, musste das Beguttenalp-Haus mit einem Putzspiel wieder blitzblank poliert werden. Die anschliessende Wanderung zum Aarauer Bahnhof und die Zugfahrt ging mit den neu erlernten Liedern flugs vorbei. «Uuuh alele...» So schlossen wir dann am Bahnhof in Lachen unsere Lieben nach einer wiederum turbulenten Lagerwoche in die Arme.
Pumuckl








